Alkohol & Hochzeit: So überstehst du deinen Tag (einigermaßen) nüchtern

Ja, der liebe Alko­hol.

Wir leben in ein­er Gesellschaft, die das Leben um diese Sub­stanz feiert.

Egal ob Geburt­stage, Hochzeit­en oder Fir­men­feiern … seine Präsenz gibt jedem Anlass einen Grund zu feiern.
Der Spaß kommt allerd­ings nicht alleine — son­dern in Begleitung. Denn spätestens am näch­sten Mor­gen greifen wir uns aufs Neue an den Kopf. Alles was uns wie­der­mal geblieben ist, sind Erin­nerun­gen an die wir uns nicht erin­nern wollen.

Doch wenn es ein Event gibt, welch­es ein­er der schön­sten Erin­nerun­gen im Leben eines Men­schen wer­den sollte — dann wohl die eigene Hochzeit.
Stellt sich die Frage, wie lässt sich das eine mit dem anderen vere­in­baren, ohne auf das eine noch das andere verzicht­en zu müssen?

Hier sind 6 Tipps, damit deine Hochzeit auch mit Alko­hol in Erin­nerung bleibt:

1. Nimm ein nährstof­fre­ich­es pro­tein­haltiges Früh­stück dir.

Ja, ger­ade heute sollte der Bauch so flach sein wie noch nie.
Aber bedenke: Der Tag ist lang, die Nacht noch länger. Schaffe daher eine gute „Grund­lage“ mit ein­er bekömm­lichen und sät­ti­gen­den Mahlzeit in der Früh.
Denn mal ganz unter uns … das erste Glas Sekt erre­icht deine Kehle bevor du lau­thals „Ich heirate heute!“ schreien kannst.

2. Geh es langsam an.

Es beste­ht die „Gefahr“, dass du bere­its um Mit­tag min­destens fünf Mal mit deinen lieben Brautjungfern bzw. Trauzeu­gen auf diesen Tag angestoßen haben wirst.
Halte deinen Sek­tkon­sum im Laufe des Tages in Gren­zen, damit du ein­er­seits, beim Grup­pen­fo­to nicht schief stehst und ander­er­seits, beim Gelübde nicht den falschen Namen sagst.
So kannst du dir oben­drein — wenn ab 22 Uhr die Tanzfläche eröffnet wird — ruhi­gen Gewis­sens ein paar mehr Drinks erlauben und den Abend in einem sta­bilen Zus­tand genießen.

3. Sei acht­sam mit dein­er Alko­hol-Wahl.

Wisse was du am besten verträgst und ver­suche häu­figes Mis­chen zu mei­den. Ist eigentlich Hausver­stand, aber es gibt nun mal Dinge im Leben für die wir bis ans Ende unser­er Tage eine Erin­nerung brauchen.
Achte auch darauf, dir immer wieder „H2O-Shots“ zu gön­nen. Sie sind deine größten Ret­ter.

4. Beauf­trage deinen per­sön­lichen Alko­hol­body­guard.

Ja, du liest richtig. Wenn du weißt, dass du „schwach“ wirst und du ab einen gewis­sen Pegel ans aufhören nicht mal zu denken wagst, bist du schlicht und ein­fach auf men­schliche Hil­fe angewiesen.
Bei all dem Stress und den Gästen, mit denen du min­destens ein­mal anprosten musst, kann es oben­drein schon passieren, dass du den Überblick über die Anzahl dein­er bere­its getrunk­e­nen Gläs­er ver­lierst.
Dein Alko­hol­body­guard behält dies stets gut im Auge und ver­sorgt dich mit aus­re­ichend Wass­er.
Wichtig dabei zu beacht­en: Entschei­de dich für jeman­den, der sel­ber nicht viel trinkt – son­st kann es auch nach hin­ten los gehen.

5. Halte Inne.

Erin­nere dich sel­ber immer wieder daran, dass du bei Sin­nen bleiben willst und deinen Sta­tus als „Omas größter Stolz“ nicht ver­lieren möcht­est.
Führe ein Selb­st-Check durch und frage dich: Auf ein­er Skala von 1–10, auf welchem Lev­el befind­est du dich ger­ade und wie viel verträgst du noch?
Denn, was gibt es schöneres, als auch 10 Jahre nach der Hochzeit mit seinen Lieb­sten über die schön­sten und lustig­sten Momente des Tages zu schmun­zeln und sich daran zu erfreuen.

6. Tanze, tanze, tanze.

Denn Bewe­gung treibt Alko­hol schneller aus deinem Sys­tem. Aber wer dies ohne­hin nicht tut, feiert keine richtige Hochzeit.




Ich hoffe, dass dir diese 6 Tipps dabei helfen deine bevorste­hende Hochzeit in bester Erin­nerung zu behal­ten – ohne dabei auf Sekt, Wein und Zir­ben­schnaps verzicht­en zu müssen.
Genieße den Abend, stoße reich­lich an – aber merke eines: Jed­er Tropfen zu viel, ist den Ver­lust ein­er Erin­nerung nicht wert. Nicht an diesen Tag.

Und wenn du der Mei­n­ung bist, dass dein trink­fester Onkel Her­bert oder deine „brave“ Brautjungfer diese Tipps eben­falls vor der Hochzeit unbe­d­ingt lesen soll­ten – kannst du ihn auf meinen noch nicht existieren­den Social Media “share-but­ton” teilen.

Heiraten in 4 Sprachen: Eine multinationale Destinationshochzeit

Was passiert, wenn sich ein Spanier und eine Chi­nesin aus Öster­re­ich in Hongkong ver­lieben und ver­loben?

Richtig. Man find­et einen Kom­pro­miss und heiratet in Thai­land.

Zur Freude aller Fam­i­lien­ange­höri­gen und Fre­unde, die – selb­stver­ständlich — den weit­en Weg aus Europa auf sich nehmen, um die Liebe zweier ihrer lieb­sten Men­schen zu feiern.

Als einzige anwe­sende Fre­undin aus Öster­re­ich fand ich mich schon bald inmit­ten von Gästen, die inter­na­tionaler nicht hät­ten sein kön­nen. Von der spanis­chen, als auch chi­ne­sis­chen Seite mal abge­se­hen, grüßte ich mich von Land zu Land durch und ver­merk­te ein Zusam­menkom­men von Men­schen aus fast zehn Natio­nen: In Hongkong lebende Nieder­län­der und Briten, Amerikan­er und Kanadier, ja sog­ar Kolumbi­en war vertreten. Gut, dass uns eine Sprache verbindet, welche die Kom­mu­nika­tion untere­inan­der möglich macht.

Doch was, wenn der wichtig­ste Anteil unter den Anwe­senden dieser nicht mächtig ist?

Für die Eltern und Großel­tern, Tan­ten und Onkeln der spanis­chen, als auch chi­ne­sis­chen Seite gilt es diesem Hin­der­nis ent­ge­gen­zukom­men.

Und so nah­men zwei Fre­unde des Braut­paares die span­nende Her­aus­forderung als Hochzeitsmod­er­a­toren an und begleit­eten die rund 70 Gäste durch Zer­e­monie, Grup­pen­fo­to, Ansprachen & Reden, sowie Enter­tain­ment.
Und weil es noch nicht inter­na­tion­al genug war, beherrschte glück­licher­weise ein­er der bei­den Mod­er­a­toren, sage und staune, neun Sprachen fließend, darunter (natür­lich) Spanisch, Man­darin, Deutsch und Englisch.

So manch­er Gast musste drei Sprachen abwarten bis er den Inhalt der Ansage oder Ansprache ver­stand.
So manch ander­er „durfte“ sich vier mal das gle­iche anhören …

Aber all dies ist unwichtig, denn wir alle wis­sen und haben es wahrschein­lich auf die ein oder andere Art und Weise schon mal erlebt (Achtung, Kitsch-Alarm):

Liebe ist die Sprache der Herzen

Sie verbindet uns – egal woher wir stam­men, welche Farbe unser Gesicht trägt oder welche Sprache wir sprechen. Sie find­et ihren Weg und sieht jede kul­turelle, sowie sprach­liche Bar­riere weniger als Hin­der­nis, son­der als Her­aus­forderung, welche die Beziehung sog­ar bestärken kann.

Ja es stimmt, die Sprache der Liebe ver­ste­ht jed­er. Aber damit jed­er Gast auch bei der Zer­e­monie alles ver­ste­ht, geschweige bei den Reden die ein oder andere Träne nachvol­lziehen kann, haben wir für euch im fol­gen­den jew­eils 3 Tipps zusam­mengestellt, wie ihr diese gestal­ten kön­nt:

Mehrsprachig heirat­en: So fühlt sich jed­er Gast in der Trau­ungszere­monie einge­bun­den

1. Stan­dard­sprache fes­tle­gen: Die Zer­e­monie stellt wom­öglich die größte Her­aus­forderung multi­na­tionaler Hochzeit­en dar. Um es daher möglichst allen Gästen gerecht zu wer­den, sollte zu Beginn eine Stan­dard­sprache, die von der Mehrzahl der Anwe­senden ver­standen wird, fest­gelegt wer­den — im Nor­mal­fall Englisch.

2. Zweis­prachige Trau­ung – zwei Red­ner: Bei bilin­gualen Hochzeit­en bietet sich ein Zer­e­moniered­ner an, der bei­de Sprachen beherrscht. Oder, um es noch lebendi­ger zu gestal­ten: Warum nicht gle­ich zwei Red­ner, die in den jew­eili­gen Sprachen für Abwech­slung sor­gen? Im ide­al­sten Fall ist ein­er von bei­den eine Ver­trauensper­son des Braut­paares.

3. Set­ze Dol­metsch­er gekon­nt ein: Ab drei Sprachen wird es etwas kom­pliziert­er – aber nicht unmöglich! Um die „emo­tionale Span­nung“ über die gesamte Zer­e­monie zu hal­ten, emp­fiehlt es sich die Rede auf die Stan­dard­sprache zu beschränken.

Denn: In erster Lin­ie geht es ger­ade bei der Zer­e­monie um das Braut­paar und ihre Liebe, die sie zueinan­der in diesem Moment bekun­den.

Damit sich den­noch alle Gäste einge­bun­den fühlen gibt es zwei Möglichkeit­en:

  • Dol­metsch­er die die Würze in Kürze für die Gäste zusam­men­fassen.
  • Sitz­nach­barn, die die Posi­tion als per­sön­lichen Dol­metsch­er ein­nehmen und das Wichtig­ste flüsternd über­set­zen und so den Flow der Rede nicht unter­brechen.

So klappt es mit den Ansprachen und Hochzeit­sre­den

Gefüh­le und per­sön­liche Erfahrun­gen lassen sich nur schw­er von jeman­den anderen über­set­zen, aber es gibt Wege, damit diese ihren Weg zum „Herzen der Gäste“ find­en:

1. Sei dein eigen­er Dol­metsch­er! In den meis­ten Fällen wer­den Reden in der Mut­ter­sprache gehal­ten. Wenn Englisch vom Großteil der Gäste gesprochen und ver­standen wird, über­set­ze ein­fach deine eigene. Authen­tis­ch­er geht es nicht.

2. Komm´ vor­bere­it­et: Über­set­ze deine Rede im vorn hinein in die jew­eilige andere Sprache bzw. Sprachen und lasse sie besten­falls von ein­er Ver­trauensper­son vor­lesen. Auch hier emp­fiehlt es sich die Rede nicht zu lang zu hal­ten oder aber sie beim Über­set­zen etwas zu kürzen.

3. Ein mehrsprachiger Mod­er­a­tor, der die Gäste durch den Abend begleit­et, kann auch die Auf­gabe als Dol­metsch­er für die Reden übernehmen und oben­drein für eine abwech­slungsre­iche Unter­hal­tung sor­gen.

Eine mehrsprachige Hochzeit bedarf zwar etwas mehr Zeit und Energie in die Organ­i­sa­tion und Pla­nung, doch das inter­na­tionale Ambi­ente lässt schnell jeden Aufwand und jede Her­aus­forderung vergessen.

Und selb­st wenn die Rede der chi­ne­sis­chen Mut­ter in keine andere Sprache über­set­zt wird, so zeigt mir meine Gänse­haut und Träne, dass ich mehr als genug ver­standen habe.

Why do I buy peanut butter?

I know I´ll eat it like I haven´t eat­en in days,
I know I´ll spoon the fuck out of it, as if I had my first taste each time,
I know its thick deli­cious creamy pres­ence will trig­ger a need in me that didn´t even exist before,
And I know I shouldn´t check its calo­ries per 100g, cos they will be trans­fered inside of me any­way.

So why,

tell me why,

do I then buy a thing, I know won´t last longer than two days.

Peanuts are mean.
A small pea, that goes nuts is what you are.
Yes you, you are pee and you are nuts. That com­bi­na­tion can nev­er taste good.

So why,
please tell me why,
do you then taste like I just had an orgasm in my mouth.

You are not too sweet, with a hintch of salt,
mak­ing me crave you more while not mak­ing me feel sick.
Awe­some. A recipe for dis­ease.

I get it,
you are a but­ter.
Who can resist but­ter.

I know I can´t,
I even put but­ter under a lay­er of peanut but­ter on my bread.

Yes you but­ter,
you thick deli­cioius creamy peace of heav­en.
You make any meal worth to eat,
and any diet fail.

But I´ll tell you this,
and don´t tell any­one…

your friend peanut?

It´s over!

Fin­ished!

DONE!

I´ll nev­er buy you again!



Unless,

I wan­na bake,
like choco­late peanut but­ter brown­ies,
and share them,
on some­ones birth­day.

Then,

and only then!
Will I ever get my tongue on you again!

That´s all from me.

And don´t call me crazy,

I just went a lit­tle nuts…


because for today, I turned into one.

5 Frauen und 1 Mann

Ich steige aus der U‑Bahn aus.

Meine Kopfhör­er, meine treuen Begleit­er, ver­helfen mir dabei — wie so oft — die oft anstren­gende Umwelt in den Öff­is auszublenden.

Meine Hin­ter­grund­musik passte so rein gar nicht zu dem Film, der sich sogle­ich vor mir Rich­tung U‑Bahn-Aus­gang abspielte.

Ein Mann, Anfang 30, geht auf eine Frau mehrmals zu und ver­sucht sie dabei an den Haaren zu pack­en und Rich­tung Boden zu wer­fen. Begleit­et und beschützt wird sie von ihrer ver­mut­lichen Fre­undin, die aber auch nicht mehr machen kon­nte als sie so schnell wie möglich von ihm wegzubrin­gen.

Und ich, auf ein­mal mit­ten­drin, sehe nun Bilder, die man in der Öffentlichkeit nor­maler­weise nicht sieht.

Ein Teil von mir dachte tat­säch­lich mich bess­er nicht einzu­mis­chen, „der hört wahrschein­lich gle­ich auf”.

Aber zu ungut wurde die Sit­u­a­tion, als dass ich ein­fach vor­beige­hen kön­nte.

Er näherte und pack­te sie immer wieder, während ich ver­suchte durch meine Anwe­sen­heit und mein irgend­wie „dazwis­chen­stellen“, den Mann auf sein Ver­hal­ten in öffentlichen Raum bewusst zu machen, in der überzeugten Hoff­nung, dass er nun aufhören würde.

Keine Chance.

Er war nur so von Aggres­sion und Wut besessen und jeden Impuls diese Emo­tio­nen auszu­tra­gen, fol­gte er auf der Stelle.

Ich und ihre Fre­undin gin­gen schnell ganz dicht neben ihr die Trep­pen hoch, als er von vorne kam und uns den Weg versper­rte.

Nun stand er direkt vor ihr und als er sie wieder pack­en wollte, hab ich instink­tiv meine Hand dazwis­chengestreckt — was ihn über­haupt nicht gepasst hat.

Denn plöt­zlich packt er mich an mein­er Jean­s­jacke und drückt mich zweimal – dafür, dass ich eine für ihn kom­plett fremde Per­son bin (und Frau) — ziem­lich stark zur Seite mit den Worten, „halt dich da raus, das geht dich nichts an!“.

Das das ganze auf den Stiegen stat­tfand, fand ich auch weniger lustig, denn beim näch­sten Ver­such zu dritt weit­erzukom­men, hat­te er sie wieder an den Haaren erwis­cht und mit Wucht Rich­tung Wand „geschmis­sen“.

Was mich fast genau­so schock­iert, wie diese Szene die sich da abge­spielt hat, war der Fakt, dass KEIN einziger(!) Mann zur Hil­fe gekom­men ist, geschweige auch nur ste­hen geblieben ist um nachzufra­gen. Es waren alles nur Frauen. Drei junge Mädels haben dies eben­falls beobachtet und oben beim Aus­gang mit uns auf die Polizei gewartet. Zwei weit­ere vor­beige­hende Damen haben nachge­fragt und Hil­fe ange­boten.

Die Sit­u­a­tion hat sich beim Warten auf die Polizei, zumin­d­est was das hand­grei­fliche bet­rifft, etwas beruhigt. Den­noch ver­suchte er immer zu ihr durchzukom­men, sobald er sich von ihr provoziert gefühlt hat.

Da die Polizei auch nach erneuten Anruf nach 30(!) Minuten noch immer nicht erschien, haben wir uns zu Fuß zur näch­sten Polizeis­ta­tion begeben.

Zeu­ge­naus­sage, hun­dert Unter­schriften und gelang­weilte junge Polizeibeamten erwarteten uns dort, die erst mal ver­s­tummt waren, als ich mit beschä­mender Miene gesagt habe, dass wir soeben eine halbe Stunde auf jeman­den wie euch, nur 8 Minuten von hier, gewartet haben..

Es gibt so einige Dinge über die ich mich nach dieser ganzen Aktion wun­derte und fragte …

Wenn ich von einem Mann in der Öffentlichkeit ange­grif­f­en werde und Men­schen dies beobacht­en, ist es für mich selb­stver­ständlich, dass jemand zur Hil­fe kommt. Das Bild von „5 Frauen gegen einen Mann“, während andere Män­ner vor­beige­hen ist etwas ver­störend in meinen Augen.

Ich fragte mich die ganze Zeit.. woran liegt das, dass kein einziger Mann geholfen hat? Habt ihr Schiss? Schiss vor ein­er Auseinan­der­set­zung mit einem anderen Mann, in der ihr vielle­icht den Kürz­eren zieht?

Ich ver­ste­he, dass in so ein­er Sit­u­a­tion Mann gegen Mann oft bren­zliger enden kann, als wenn sich eine Frau gegen einen Mann stellt. Aber ist es deshalb schlauer, nichts zu tun? Man(n) wird doch wohl so viel Men­schenken­nt­nis und Reife besitzen, um so auf den „Täter“ einzuge­hen, dass dieser sich beruhigt oder zumin­d­est nicht mehr hand­grei­flich wird.

Kör­per­liche Gewalt über­schre­it­et Gren­zen, die man nicht ignori­eren darf und wenn man diesen vor Augen ste­ht, ist es einem jedem seine Auf­gabe, so gut es die Sit­u­a­tion erlaubt, einzu­greifen — und sei es „nur“ Hil­fe zu holen.



Warum ist es oft so schwierig anderen in der Öffentlichkeit Hil­festel­lung zu leis­ten? — mögen sie noch so klein sein.

Denn ich kenne es auch von mir … ein Bet­tler oder Betrunk­en­er liegt auf der Bank in der U‑Bahnstation und nie­mand hat das Bedürf­nis nachzuschauen, ob alles in Ord­nung ist.

Fast jed­er fragt sich, warum soll ich die „Lage check­en“, wenn 100 andere ein­fach vor­beige­hen?

Denn es ist tat­säch­lich so: Je mehr Men­schen herum­ste­hen, desto weniger beste­ht Hil­fs­bere­itschaft. Die Ver­ant­wor­tung teilt sich auf alle herum­ste­hen­den Men­schen auf und resul­tiert somit in null Aktion.

Solche Sit­u­a­tio­nen erfordern Mut und ein „aus der Kom­fort­zone treten“, denn man ste­ht alleine da.. und man weiß nicht, in was man sich wom­öglich beg­ibt.

Und warum fällt es uns so leicht, an einem nach Geld fra­gen­den Obdachlosen ohne große Worte und gen­ervten Blick vor­beizuge­hen?

Wir wach­sen als Kind bere­its mit Bildern von hungern­den Men­schen und Ermor­dun­gen jeglich­er Art auf. Amok­läufe in Schulen sind mit­tler­weile gang und gebe, das The­ma Kli­mawan­del kann man schon nicht mehr hören und die 2 Verge­wal­ti­gun­gen auf dem Fes­ti­val sind doch „üblich“.

Wir wer­den über die Jahre durch die Medi­en mehr und mehr desen­si­bil­isiert — ohne es zu merken und bis zu dem Grad, wo Grausamkeit in der Welt an uns vor­bei geht und nicht mehr mit uns macht, als ein gezwun­ge­nes Bedrückt-sein. Denn so sollte man sich auch fühlen, richtig?

Ja, richtig.

Aber wir tun es nicht. Es ist nor­mal gewor­den.

So nor­mal wie es für uns ist, Men­schen im Win­ter am Gehsteig schlafen zu sehen, so nor­mal ist es in Indi­en ein kleines Kind mit einem Bein alleine durch die Straße laufend und nach Geld bet­tel­nd zu sehen.

Wir Men­schen sind grandiose Adap­tion­swe­sen. Was uns schon sehr weit gebracht hat, hat uns aber gle­ichzeit­ig auch zu emo­tion­slosen Maschi­nen gemacht, deren eigene Macht­po­si­tion wichtiger ist, als das Wohl ihres Gegenübers.

Vielle­icht soll­ten wir wieder anfan­gen, Men­schen um uns herum, als Men­schen zu sehen, wie blöd und selb­stver­ständlich das auch klin­gen mag.
Denn schlussendlich sitzen wir alle im sel­ben Boot.

Das näch­ste Mal wenn wir ein Hin­der­nis aka Angst ver­spüren jeman­den zu helfen, oder ein­fach nur anzus­prechen oder gar anzulächeln … erin­nern wir uns an eines:

„Ein Fremder ist ein Fre­und den wir noch nicht ken­nen.”


Außer Män­ner die Frauen schla­gen – die bleiben ein­fach nur Men­schen.

Aber ihr wisst was ich meine.

3 sehr gute Gründe, warum …

Ich liege auf ein­er abgele­ge­nen Trau­min­sel in Thai­land.

Vor mir türk­is­blaues Meer.

Unter mir strahlend weißer Sand.

Neben mir… nie­mand.

Nur ich und das Paradies, wie man es aus dem Bilder­buch ken­nt.



Und um es noch zu top­pen hängt da natür­lich eine Strand­schaukel.
Wie man sie aus dem Bilder­buch ken­nt.

Ich set­ze mich drauf und fang an zu schaukeln.


Hach, denke ich, dass ist grad das ulti­ma­tive Instra­gram­bild.

Ach, erin­nere ich mich, ich bin ja ganz alleine.

Ein Füße + Meer Foto tuts auch.


Tuts nicht.

Ich mach ein Bild von der Schaukel + Meer.

#real­i­ty­of­solo­trav­ellers



Bin das nur ich und denk ich mir oft bei diesen kitschi­gen Inselfeel­ing Anblick…

…und jet­zt?


Beach´n und so kann ja echt was schönes sein…so eine Woche Stran­durlaub mit Fre­un­den mit Haus am Meer, gutes Essen, quatschen,…yep, hat was.

Aber gewisse Dinge alleine genießen, funkt nur zu einem gewis­sen Grad.

Tat­säch­lich über­lege ich oft dreimal ob ich denn grad über­haupt Bock hab ins Wass­er zu gehen. Yep.

Ich war, sage und staune, erst am 6. Tag im „thailändis­chen“ Meer.

Why? Just why??

…fragte ich mich auch.

Aber ich bin zu 3 sehr guten Grün­den gekom­men, warum es dazu kam…


Numero Uno: das Wass­er. (ach!)
So schön wie 30 grad warmes Wass­er auch klin­gen, bei ein­er genau­so war­men und feucht­en Tem­per­atur draußen, ist der einzige Unter­schied der nach­her beste­ht, nass(er) und salzig zu sein.

2. Ich und das Wass­er.
Im Meer baden ist, wie gesagt, eher ein gesellschaftlich­es Ding für mich. Außer ich tu was aktives.
Aber ein­fach rein und paar „Run­den drehen“, während ich ständig auf meine Sachen auf­passen muss, löst in mir jet­zt nicht grad den größten Drang aus rumzu­plantschen (außer ich sehne mich nach Abküh­lung).

3. Das Meer. Ja ich bin in Thai­land und an jed­er Ecke soll­ten sich die kitschi­gen türk­is­blauen Strände befind­en, aber nö… nicht üüüber­all.
Ist grund­sät­zlich ja kein Prob­lem. Was allerd­ings das Baden defin­i­tiv schwierig macht, ist die starke Strö­mung, die ich bish­er an fast jedem Strand erlebt habe (merke: es ist Regen­zeit).
Ist fürs Auge meist beein­druck­ender (und wie), als mit­ten­drin zu sein.

Sehr wahrschein­lich, dass erst die Kom­bi aus alles 3 Grün­den mich 5 Tage vom Baden „abge­hal­ten“ haben.

Aber Haupt­sache ich hab jeden Tag (just in case) meinen Biki­ni drunter an.
Zusam­men mit der schwülen Luft und der Regen­zeit ist das ohne­hin die beste Aus­rüs­tung.

Zum Rad fahren zum Beispiel.
Statt wie jed­er nor­maler Ein­heimis­ch­er oder Tourist ein Moped zu mieten, nehm´ ich mir das Rad vor.
Ich glaub ich hab in den 3 Tagen, die ich auf der Insel Ko Lan­ta ver­bracht habe, nur zwei andere Rad­fahrer gese­hen (ok ein­er war ein klein­er Thai­junge – der wahrschein­lich noch nicht fahren darf).

Warum ich mich (trotz großen Reiz) gegen ein Moped entsch­ieden hab?

Ich bin tat­säch­lich zu 3 sehr guten Grün­den gekom­men, warum es dazu kam …

Numero Uno!: der Verkehr.
Ja, Thai­land ist bekan­nt dafür ein­er der gefährlich­sten Straßen für Aut­o­fahrer zu sein. Die Thais fahren halt so wie der Verkehr es ger­ade zulässt.
Dazu kommt, dass Linksverkehr herrscht.
Dazu kommt, dass Regen­zeit ist, der Boden seeeehr frag­würdig ist und…

Kom­men wir zu Num­mer 2:
Im Falle, dass was passieren sollte, ist mir unklar was meine Ver­sicherung zurzeit alles abdeck­en würde bzw. was nicht – ins­beson­dere wenn ich eeeeigentlich ille­gal fahre (da kein inter­na­tionalen Führerschein). Das kön­nte in die Höhe schießen.
Wenn ich in Bali über Reis­felder mit meinem süßen pastel­grü­nen Scoot­er dahin­gleit­en würde, dann jo mai…scheiß drauf.

Aber naja…ich hab noch ein Grund Num­mer 3, der mich überzeugt hat …

3. Rad fahren!
Ist doch was cooles an sich. Außer­dem bin ich flex­i­bler jed­erzeit mal schnell ste­hen bleiben zu kön­nen, check­en wo ich bin (öfter als man denkt) und dabei die Natur und Umge­bung in einem angemessen­em Tem­po zu genießen.
Ich hat­te ja den ganzen Tag Zeit! Die muss ich irgend­wie nutzen, ehe ich schon vor Mit­tag am paradiesis­chen Strand mit Fotos von meinen Füßen machend, dahin döse.
Außer­dem das bissl kör­per­liche Aktiv­ität, tuts auch.

„bissl“.
Die Insel hat ihre schö­nen “Hügel rauf und runter” Anteile.. aber Gott sei dank war es an mein­er Insel­erkun­dungs­tour ein so richtig typ­is­ch­er Regen­tag in Thai­land. Sprich, es schüt­tete (schüt­tete!) für ca. 5–20 Minuten, Pause, und das ganze wieder­holte sich ein paar Mal.

Nö, die Leute schauen nicht komisch.
Allein, dass du Rad fährst ist komisch genug. Aber im Regen?

Ich habs genossen.

Bis auf eines …

Fahrräder sind Man­gel­ware auf der Insel und in dementsprechen­den Zustän­den befind­en sie sich auch.
Als ich endlich ein Fahrrad­ver­leih gefun­den hab, gab es über­raschen­der­weise viele tolle Moun­tain­bikes zur Auswahl.
Ich teste mich durch, denn jedes hat­te irgend ein nervi­gen Tick (meist eine nicht vorhan­dene Gangschal­tung oder all­ge­mein viel zu klein für meine Kör­per­größe).

Gut, nach einem viel zu langem Prozedere entschei­de ich mich für eins.

Ja, ein­mal dürft ihr rat­en … auch dieses hat­te ein „Prob­lem“.
Denn beim Bergauf­fahren funk­tion­ierte das Ped­al treten…sagen wirs mal so … nicht.

Ich musste tat­säch­lich bei jedem Hügel runter steigen und mein Fahrrad hochziehen. Das „zu viel Zeit“ wurde plöt­zlich „zu wenig Zeit“.

Long sto­ry short, ich wech­selte nach meinem Fahrradtrip mein Rad aus.

Per­fek­te Gangschal­tung, smoother Ride, ein­fach her­rlich.

Ja ihr dürft wieder rat­en ..

Wenn es nicht die Gangschal­tung ist .. so ist es irgen­dein andr­er Scheiß, wie zum Beispiel ein fet­ter Spi­ral­nagel der sich in meinem hin­teren Reifen hineinge­bohrt und einen kom­plet­ten Plat­ten verur­sacht hat.

War eh nur bere­its stock­dunkel und von Licht aufm Rad, geschweige Straßen­beleuch­tung muss ich wohl nichts sagen.

Wer hätte gedacht, dass ein luft­los­er Reifen, dass Rad fahren um das 30-fache anstren­gen­der macht.
Noch 10 Minuten zu meinem Air­con­di­tion-losen Bun­ga­low.

Und wer hätte gedacht, dass ich schlussendlich mehr für den Ver­leih eines Fahrrads, als für ein Moped hin­blechen muss.
Scheiß Nagel im Reifen, kostete mir 180 extra.

180 Baht natür­lich … etwa um die 5 Eur.

Rad fahren oder Moped, bei­de haben ihre Vor- und Nachteile, aber rück­blick­end hätt ichs genau­so gemacht.

Und es gibt sog­ar noch einen 4. Grund der FÜR Rad fahren auf Ko Lan­ta spricht.
Die Umwelt!
Und auch wenn nicht beab­sichtigt, so hab mit mein­er Raderei „Lan­ta goes green“ unter­stützt.

Abgase gibt es mehr als genug.

Genau­so wie Thai Mas­sagen.

Aber von denen kann man wenig­sten nicht genug bekom­men.



Hier sind 3 gute Gründe, warum …

Ich, mein Rucksack und das Unbekannte.

Ein­er mein­er lieb­sten Kom­bis, wenn es darum geht Zeit mit sich selb­st zu ver­brin­gen.

Die eigene Gesellschaft kann unglaublich bere­ich­ernd sein — oder aber die größte Hölle.
Wenn wir nur in Gesellschaft mit uns selb­st sind aka unseren eige­nen Gedanken in Voll­be­trieb — so kann uns unser Hirn desöfteren mit einem sehr „inter­es­san­ten“ Kopfki­no unter­hal­ten.

Es grü­belt über seine eigene Exis­tenz nach, checkt ab ob sie eh noch Sinn macht, und wenn nicht, wo denn wohl dies­mal der Wurm drin steckt.

Ja manch­mal kann sie ziem­lich unerträglich werden..diese Gesellschaft mit einem selb­st. Wenn wir keinen Sinn im eige­nen Tun sehen…leiden wir schlicht und ein­fach.

Und deshalb ist es so wichtig, dass…


Ach, ich hab jet­zt eigentlich keine Lust über den Sinn des Lebens zu schreiben.



Zurück zum Ruck­sack.

Mit dem ich übri­gens näch­stes Jahr 10-jähriges feiere.

Ihn nach so vie­len Jahren wieder voll bepackt an meinem Rück­en zu spüren, löst sofort wieder das Gefühl in mir aus, dass ich am Solo Reisen immer so geliebt habe:

Die Frei­heit gepaart mit ein­er recht unklaren Vorstel­lung was auf einem zukommt.

Ganz nach dem Mot­to, „Ein­fach mal drauf los“ und sich von dem Unbekan­nten, das eine Reise immer mit­sich­bringt, über­raschen lassen.

Aber warum fühlt sich das so gut an? Das „nicht-wis­sen“ was auf einem zukommt?

In erster Lin­ie weils ne Reise ist…fühlt sich grund­sät­zlich schon mal net schlecht an..

Aber vielle­icht auch weils ein biss­chen ans “Kind-sein” erin­nert. Keine großen alltäglichen Ver­ant­wor­tun­gen und immer neugierig in den Tag starten. Als Kind war jed­er Tag aufre­gend, weil es ein­fach an jed­er Ecke was neues zu ent­deck­en gab. Kommt im „Erwach­se­nen-Alter“ wohl nim­mer so oft vor.

Wie dem auch sei..während ich so 11.000 Meter über den Erd­bo­den fliege, über­lege ich wie lang es wohl schon her ist, länger als 2,5 Std. im Flieger zu sitzen…jep tatsächlich…6 Jahre.

Ich liebe ja eigentlich Langstreck­en­flüge und 6 Jahre (!) nach meinem let­zten lan­gen Flug bin ich immer noch überzeugt davon, dass 10 Stun­den sitzen, Vogelper­spek­tive Deluxe und 3 Filme hin­tere­inan­der — ohne schlecht­es Gewis­sen — schauen, eine Art Bal­sam für die Seele sind.

Wortwörtlich Seele.

Denn mein Kör­p­er sieht das nicht so.

Und obwohl man ja eigentlich nur von Gate A nach F läuft, sich durch­skan­nen lässt, und dann basi­cal­ly nur auf seinem brav reservierten Fen­ster­platz hin­set­zen muss…
Reisen ist Stress fürn Kör­p­er.

Und wenn dann auch noch diese ständi­gen Tur­bu­len­zen dazus­toßen, fühlt sich das defin­i­tiv nicht wie Bal­sam an.

Entwed­er hab ich da schein­bar meine Resistenz ver­loren, oder ich meine tat­säch­lich mehr Tur­bu­len­zen in meinen let­zten 2–3 Flü­gen erlebt zu haben.
Trotz der 15. Wieder­hol­ung, dass wir „an area of tur­bu­lence“ durch­fliegen (welch süße Über­set­zung) fühlen sich Langstreck­en­flüge immer noch an wie damals. Und vielle­icht sog­ar bess­er (liegt zum Einen auch daran, dass ich das Flugzeugessen ver­mei­de und somit auch andere Unan­nehm­lichkeit­en).

Eins ver­mei­de ich näch­stes Mal defin­i­tiv auch: einen Sitz­platz direkt bei den Flügeln..bei diesen riesen Boings siehst du näm­lich nur eines… Flügel.

Aber gut…jetzt flieg´ja grad ohne­hin fast nur bei Nacht.. is a scho wurscht.

Nacht­flüge habens übri­gens auch in sich…Ab 22 Uhr kehrt im Flugzeug Ruhe ein, das Licht wird aus­gemacht und die Men­schen ver­suchen es mit ihren Schlaf­masken auf opti­mistis­che 2 Stun­den durchge­hen­den Schlaf zu schaf­fen.

Schafft eh kein­er.

Und wer glaubt bei Nachts draußen nichts sehen zu kön­nen, irrt..
Denn sobald es im Flieger dunkel wird, lassen sich auch die Sterne blick­en.
Du musst nur dein Gesicht qua­si an das Fen­ster quetschen, mit deinen Hän­den jedes Spiegeln abfan­gen und eine nahezu wolken­freie Sicht haben.

Und wenn du Glück hast, erblickst du in der (nicht all zu weit­en ) Ferne ein Gewit­terblitzen, dass von Pausen noch nie was gehört hat.

Tja manch­mal haben Tur­bu­len­zen auch was pos­i­tives.

[ja ja ja nehm ich wieder zurück]


Aber wisst ihr was son­st noch ver­dammt pos­i­tiv ist?

Meine vordere Sitz­nach­barin.

Ich muss vor­weg erwäh­nen, dass ich mit Aeroflot, ein­er rus­sis­chen Bil­li­gair­line fliege, die nicht den aller größten Kom­fort bietet, vor allem wenn es um Sachen wie Sitz­platz­größe und „Beweglichkeit“ geht.

Ich schmeiße ein paar Blicke in die Runde mein­er Flugzeugkol­le­gen und kann deut­lich erken­nen, dass so gut wie jede Rück­en­lehne das Max­i­mum nach Hin­ten erre­icht hat.


Bis auf meine. [Grinch­grinser]

Denn vor mir sitzt ein kleines Mäd­chen. Die legt sich ein­fach quer hin, mit dem Kopf auf dem Schoß ihrer Mut­ter und die Sache hat sich.

Wäre sie nicht vor mir, so hätte ich wsl den Lap­top nicht am Schoß, son­dern am Bauch liegen und meine Beine wür­den entwed­er bei­de streng zur Seite oder nach Außen gespreizt verzweifelt nach aus­re­ichend Platz suchen.

Schw­er anzuzweifeln, ob ich Langstreck­en­flüge dann immer noch lieben würde..


So, 5 Stun­den hab ich bere­its hin­ter mir, 4 noch vor.

Vielle­icht sollte ich ver­suchen zu schlafen, denn sobald ich ankomme, heißt es Guten Mor­gen im Ankun­ft­s­land.

Und dank Zeitver­schiebung geht die Sonne bere­its in 1–2 Stun­den wieder auf. Na dann…

[ZzzzzZZzzZzz]

Nach ein­er Stunde dösen, wird wieder Licht angemacht und ne Durch­sage kommt, die besagt, dass wir in 3 Stun­den lan­den. Ach und Früh­stück gibts auch noch..wurde eh erst vor 5 Stun­den Abend gegessen und laut mein­er kör­per­lichen Uhr ist es halb 2..

a scho wurscht.

Auf gehts nach Phuket!

das Leben eines Faulencers

Und was machst du so in dein­er Freizeit?

Wenn du diese Frage nicht mit zumin­d­est ein­er „beson­ders inter­es­san­ten“ Tätigkeit, oder am besten noch, ein­er „die dich von anderen abhebt“ beant­wortest, dann..

… tust du alles in dir mögliche um diese den­noch so zu beant­worten …

Dein Gehirn spukt dir in diesen paar Sekun­den Über­legungszeit eine Anzahl an poten­tiellen Antwort­möglichkeit­en aus, die dich — zumin­d­est ein biss­chen — bess­er darstellen lassen, als es die Wahrheit tun würde.

Je nach Sit­u­a­tion und Charak­ter greifen Men­schen dabei oft gerne auf fol­gende Not­fall­sant­worten zurück:

Per­son A nimmt ein Hob­by von früher her, mit der sie zwar schon Ewigkeit­en nichts mehr am Hut hat (und ihr Gegenüber wahrschein­lich auch nicht erfahren wird), aber zumin­d­est kann sie auf ihr früheres ICH zugreifen und so zu tun als ob sie diese Per­son noch wäre (klingt trau­rig, ist es auch).
Diese Per­son wird nun von ihrem Gegenüber mit diesem Hob­by iden­ti­fiziert und darf sich vielle­icht auch noch über das ein oder andere “wow” oder “ach wie toll” freuen.

Per­son B hinge­gen hebt ein aktuelles „Hob­by“, an welch­es sie sich im Durch­schnitt so alle 2 Monate immer wieder her­an­wagt, her­vor.
Dieses „Hob­by“ gibt für diesen Moment den Anschein, dass die Per­son auch tat­säch­lich was aus ihrem Leben macht. Allerd­ings ohne es all zu sehr aufzu­drück­en, denn sich vii­i­iel bess­er darzustellen als man eigentlich ist, will man jet­zt auch nicht …


Ja, was tut man nicht alles, um dieses äußerst unwohlige Gefühl als ver­sagen­den-schluffi­gen-graswurzelkreativ­en-War­m­dusch­er abgestem­pelt zu wer­den, dessen Beitrag für die Gesellschaft eine gefühlte ‑1 ist.

„Unkreative Men­schen sind am kreativsten bei der Vertei­di­gung ihrer Unkreativ­ität.“ *

Ich würde sog­ar noch einen Schritt weit­erge­hen und sagen, alle Men­schen wer­den beson­ders dann kreativ wenn es darauf ankommt, ihr Gesicht zu bewahren.

Wir sind nun mal so pro­gram­miert, in erster Lin­ie Schmerz und Unwohl­sein zu ver­mei­den und erst in zweit­er Lin­ie darum besorgt, wie wir zu Lust und Genuss kom­men.

Dafür erzählen wir uns selb­st oft Geschicht­en (dafür brauchen wir nicht ein­mal ein Gegenüber), die bere­its so weit von der Wahrheit abgedriftet sind, dass man sel­ber gar nicht mehr weiß, wer man eigentlich ist.

Wir alle tun das.

Unsere Real­ität ist so gut oder so schlecht, wie wir uns unser Leben „zurechtlü­gen“.

Wir glauben, wir sind „speziell“, oder irgend­wo „bess­er“ als andere (nur weiß es noch kein­er…).
Oder wir sind davon überzeugt anders aka „speziell“ zu sein, weil ja kein­er mein einzi­gar­tiges Lei­den durch­machen musste, oder fühlt wie ich füh­le.

Oder:
„Ich hab mein Job ver­loren, weil was besseres auf mich wartet“.
„Die Agen­tur hat mich abgelehnt, weil sie mein wahres Tal­ent nicht erken­nen“.
“Er oder sie will mich nicht, aber ist ok … ich ver­di­en was besseres”
(sry, aber kotz).

Es geht in jede erden­kliche Rich­tung. Egal ob es jet­zt stimmt oder nicht… unser Hirn lässt uns nicht im Stich die Hoff­nung in unsere Exis­tenz kom­plett aufzugeben.

Dafür kramt es die kurios­es­ten Begrün­dun­gen für eine Sit­u­a­tion her­aus, damit wir nicht glauben müssen, dass wir ein Los­er sind, waren oder bleiben (wenn wir nichts ändern).

Ach­ja… die Wahrheit. Schmerz.

Ja, die Wahrheit kann sehr häßlich sein, aber wir schmieren oft­mals noch ne Por­tion Scheiße drüber und glauben es ist Regen­bo­gen­zuck­er­wat­te.

Wenn wir aufhören wollen alles schön reden zu „müssen“, weil wir uns inner­lich eigentlich Scheiße fühlen, dann geht nur der Weg durch die eigentliche Scheiße.

Dann offen­bart sich meist sehr schnell eine neue Tätigkeit, die deine Freizeit täglich beglückt.

Und dann hast du witziger­weise meist nicht ein­mal das Bedürf­nis groß darüber zu reden.
Oder vielle­icht noch nicht.

Aber in solchen Fällen, gibt es zum Glück noch die Per­son C‑Antwortmöglichkeit:

„Oh kuck mal, ein Pferd!“

Nein? Ok, funk­tion­iert schein­bar nur bei mir.

Wenn gar nichts geht und deine kreative Seite dich kom­plett im Stich gelassen hat, so hil­ft dir eigentlich nur noch eine Ausweg­möglichkeit:

„Komm ich lad dich auf ein Bier ein!“


Am besten gle­ich 3, dann hast Ruhe.
















*Gre­gor Band

ich lieb mich, ich lieb mich nicht, …

… ich lieb mich, ich …

… lieb mich nicht.

So oft suchen wir nach ein­er Antwort, nach Anerken­nung oder ein­er Bestä­ti­gung im Außen und lassen jeman­den oder eine Sit­u­a­tion darüber entschei­den, ob wir liebenswürdig sind oder nicht.

Und das ist auch normal…als Baby und Kind haben wir dieses Feed­back gebraucht um über­haupt zu einem funk­tion­ieren­den Men­schen zu wer­den.

Fehlte es uns in der Kind­heit an aus­re­ichend Liebe, sei es in Form von Anerken­nung oder Aufmerk­samkeit, so ver­suchen wir im Erwach­se­nenal­ter diesen Man­gel auszu­gle­ichen.

Wir ver­suchen diese „Leere“ zu füllen und dies lei­der oft auf unge­sun­dem Wege.

Die gute Nachricht? Du bist nicht allein.

Die meis­ten von uns haben in ihrer Kind­heit von irgen­det­was zu wenig bekom­men, ein Erleb­nis neg­a­tiv abge­spe­ichert oder eine Erfahrung gemacht, die sie täglich in ihren Entschei­dun­gen beein­trächtigt.

Wir denken, dass irgend­was falsch an uns ist, wir nicht gut genug sind und wir, in welch­er Weise auch immer, schlechter als so manch andere sind.
Und wir wis­sen oft­mals nicht ein­mal genau warum.

Das Resul­tat?

Wir fan­gen an, anderen oder uns selb­st die Schuld für unser Lei­den zu geben.

Schuldzuweisun­gen leg­en unseren Fokus auf die Ver­gan­gen­heit.

Bringt genau was?

Richtig.

Nichts.

Außer das sich Emo­tio­nen ansam­meln, die sich alles andere als gut anfühlen.

Sei dir eines bewusst: Du trägst keine Schuld.

Aber …

Du (und nur du) trägst die Ver­ant­wor­tung.

Die Ver­ant­wor­tung für oder eben gegen dein Leben.

Denn solange du an deinen Prob­le­men nagst, und (wenn auch nur unbe­wusst) deinen Eltern, einen Gott oder Uni­ver­sum, oder deinem Leben an sich die Schuld für dein Ver­sagen im Leben gib­st, wird sich nichts ändern.

Deine Erzieher waren und sind nicht per­fekt, nie­mand ist das und als Kind kön­nen wir Dinge ohne­hin sehr schnell falsch inter­pretieren, obwohl es unsere Eltern oder Lehrer damals alles andere als böse gemeint haben.

Die Dinge sind nun mal wie sie sind. Wie Scheiße sie auch ger­ade ausse­hen.

Das ist eine unan­genehme Wahrheit der man ins Gesicht sehen muss — wenn man denn für eine Verän­derung im Leben bere­it ist.

Du kannst dich natür­lich auch weit­er­hin anlü­gen…
Ver­leug­nen, ver­drän­gen und all diese schö­nen „Cop­ing-Mech­a­nis­men“ die wir täglich „anziehen“, sind unser täglich Brot gewor­den — speziell dann wenn wieder ein inner­er oder äußer­er Kon­flikt auftritt.

So wie wir uns jeden Mon­tag sagen, „ach ich fang doch erst Mor­gen an Sport zu machen!”, so schieben wir unsere Emo­tio­nen auch immer wieder von uns Weg. „Mit mein­er Trau­rigkeit oder Frus­tra­tion beschäftige ich mich jet­zt sich­er nicht!”

[…eine Pack­ung Schokokekse und 4 Erd­nuss­but­ter­brote mit Marme­lade später…]

Ver­ant­wor­tung für die eigene Zufrieden­heit und für das eigene Wohlbefind­en zu nehmen klingt eigentlich nach ein­er Selb­stver­ständlichkeit.

Bis man drauf kommt, dass man sich dieser in Wahrheit sehr oft entzieht.

Anfangs muss man sich noch täglich daran erin­nern, doch je öfter man sich bewusst in dem Moment entschei­det, anders zu denken und zu fühlen, han­deln wir immer mehr aus unser­er Selb­stver­ant­wor­tung her­aus.

Wir brauchen kein Gänse­blüm­chen mehr, dass uns sagt ob die Welt uns liebt.

Verantwortung nehmen bedeutet, ich gebe mir selb­st die Antwort.

Ich gebe mir selb­st Anerken­nung und Liebe. Ich entschei­de mich FÜR mein Leben und lege meinen Fokus auf meine Möglichkeit­en in der Zukun­ft, anstatt mein­er “Fehler” in der Ver­gan­gen­heit.

Klingt jet­zt vielle­icht alles etwas cheesy, aber glaubt mir …

… dass Gefühl das Leben selb­st in der Hand zu haben, ist bess­er als jede Tafel Schoko­lade, Zigarette oder neues Paar Schuh.



Außer Crois­sant.

Ein Crois­sant geht immer.

disconnected.

What do you do while eat­ing?

Sit down with your plate on your table, smell and taste all the nuances of your food, take one bite at a time, chew slow­ly and real­ly enjoy this whole process?

Yea right.

Thank god we have so many dis­trac­tions handy so we don´t actu­al­ly have to go through that.

Our brain doesn´t want to sit still and basi­cal­ly do noth­ing.
— Espe­cial­ly when it´s used to get fed by con­stant stim­u­lus through our mobile devices…all the time.

Even while eat­ing. Even dur­ing a cof­fee date with a friend (which is more than sad). But even sit­ting in the train and sim­ply look­ing out­side the win­dow (or read­ing a book god for­bid!), is smth you hard­ly see any­more.

This past week­end my lit­tle cousin who´s 16 years old (and has no social media by choice) told me how he has dif­fi­cul­ty inter­act­ing with his school­mates or peo­ple his age in gen­er­al.
They are CONSTANTLY on their phone he said and it seems that he´s bestfriend´s girl­friend has a deep­er rela­tion­ship with her insta­gram account than with the guy she´s with.

I think we real­ly under­es­ti­mate how teens nowa­days are effect­ed by these tech­no­log­i­cal changes, par­tic­u­lar­ly in the past decade.

But we all can relate to some degree…

A time gap in your day?
You reach to your phone.

Don´t wan­na deal with your to-do list right now?
Oh why not check your emails one more time.

Actu­al­ly planned on going to the gym?
Just one more scroll over insta­gram.

Feel­ing stuck with a dif­fi­cult task?
Yep, take your break and make sure you are updat­ed on aall your favourite web pages. For the 8th time of your day.

We all know that feel­ing when we spent too much time on the inter­net when actu­al­ly all we did is pro­cras­ti­nat­ing.
And although nowa­days we have more options and more oppor­tu­ni­ties to learn new things, meet new peo­ple and go on crazy adven­tures — basi­cal­ly to just DO stuff…
..it seems like we waste more time than ever.

The evo­lu­tion of tech­nol­o­gy has brought us to a point where we actu­al­ly need to force our­selves to take a step back — before we get so con­sumed, that liv­ing like a human machine becomes a norm.
(And who knows how the future will look like…“some peo­ple“ out there are per­haps slow­ly adapt­ing us to that real­i­ty..).

And since all these apps and social media chan­nels play around with our psy­chol­o­gy, it´s hard to resist their temp­ta­tion.

They con­trol our emo­tions aka US. Through a small screen.

Any time we pick up our phone we get a small rush of dopamine. Some­thing new, excit­ing and unpre­dictable is always around the cor­ner and that antic­i­pa­tion makes us want it more.
Social Media, cig­a­rettes, alco­hol, food, drugs, COFFEE bla bla bla – Any­thing that releas­es one or both of these two chem­i­cals, dopamine and oxy­tocin, has the pow­er over how we feel and act.

They are tru­ly a bless­ing and curse at the same time.

Awe­some.


Know­ing that, you can make it to your advan­tage.
Or dis­ad­van­tage.

Like I said before, we need to put an extra effort into not let­ting these devices con­sume us too much, oth­er­wise it gets hard­er and hard­er to dis­en­gage, even for a cou­ple of hours.

Because one day, who knows, your body con­fus­es real human con­nec­tion with grab­bing your phone and klick­ing and swip­ing and tex­ting in order to sat­is­fy this human need.
And in this process we slow­ly for­get what liv­ing a human life actu­al­ly feels like.

Just like we don´t know the real taste of an apple any­more.

So yea…being more „con­nect­ed“ than ever leads to los­ing con­nec­tion to our­selves and oth­ers and we are not even aware of it.


Now what?

Seems like the solu­tion lies in the oppo­site:

dis­con­nect in order to con­nect.

Prac­tise how being con­nect­ed (to your­self and oth­ers) actu­al­ly feels like. And do that more often.

Start by leav­ing all tech devices aside while eat­ing and actu­al­ly con­nect with the food on your plate.

If you are not used to it..

..your body will prob­a­bly be veeery con­fused and per­ceive it as feel­ing dis­con­nect­ed.

When in fact, detach­ing is the first step to re-con­nec­tion.


So go…connect with your broc­coli.

jo mai…

Es reg­net.
deine war­men Pullis sind immer noch im Schrank.
Schals bleiben,
und deine Win­ter­schuhe gehen auch nir­gends hin.

In der Sonne liegen?
kurze Hosen?
schwim­men gehen?
ach geh, wir haben doch noch 3 Wochen bis Som­mer­be­ginn!

Ja es ist Mai,
und der käl­teste seit 40 Jahren.
wobei es nicht wirk­lich kalt ist,
son­dern nass und schirch.

Irri­tiert ja nur meine Klei­der­auswahl.

Warmer Kapuzen­pul­li,
Jäckchen drüber,
Schal zweimal umwick­eln..
wenn nicht anders dann halt so schwitzen..

Dieses Wet­ter wider­spiegelt so manche Beziehun­gen wieder:
„ach ich weiß nicht… soll ich?
nein…
oder doch? Vielle­icht ein biss­chen..
aber eigentlich will ich nicht..
hm.“

Men­sch Mai, gib dir nen Ruck,
nutz den Wind um deine Wolken wegzublasen,
wir wollen doch nur draußen im Lieges­tuhl nen Spritzer genießen,
unsere Füße im Gras spüren,
und endlich unseren zweit­en Son­nen­brand bekom­men (ja ich hat­te bere­its einen).

Aber is ok..
Juni kommt bald,
den kannst du die Lust auf Sonne nicht so leicht nehmen.
Juni meint es gut mit uns.
Sei wie Juni.

Aber nein du kopierst ein­fach von April.

Ich sag dir Mai,
du bist ja ein an sich ein tolles Monat,
aber wenn auf­grund eur­er Tauschgeschäfte,
nun auch die Erd­beer­sai­son den Kürz­eren zieht..

dann müsst ihr näch­stes Jahr,
März bis Juni, den ganzen Früh­ling ent­lang,
uns mit dem schön­sten Son­nen­schein beglück­en.

so will es das Wet­terge­setz.