3 sehr gute Gründe, warum …

Ich liege auf ein­er abgele­ge­nen Trau­min­sel in Thai­land.

Vor mir türk­is­blaues Meer.

Unter mir strahlend weißer Sand.

Neben mir… nie­mand.

Nur ich und das Paradies, wie man es aus dem Bilder­buch ken­nt.



Und um es noch zu top­pen hängt da natür­lich eine Strand­schaukel.
Wie man sie aus dem Bilder­buch ken­nt.

Ich set­ze mich drauf und fang an zu schaukeln.


Hach, denke ich, dass ist grad das ulti­ma­tive Instra­gram­bild.

Ach, erin­nere ich mich, ich bin ja ganz alleine.

Ein Füße + Meer Foto tuts auch.


Tuts nicht.

Ich mach ein Bild von der Schaukel + Meer.

#real­i­ty­of­solo­trav­ellers



Bin das nur ich und denk ich mir oft bei diesen kitschi­gen Inselfeel­ing Anblick…

…und jet­zt?


Beach´n und so kann ja echt was schönes sein…so eine Woche Stran­durlaub mit Fre­un­den mit Haus am Meer, gutes Essen, quatschen,…yep, hat was.

Aber gewisse Dinge alleine genießen, funkt nur zu einem gewis­sen Grad.

Tat­säch­lich über­lege ich oft dreimal ob ich denn grad über­haupt Bock hab ins Wass­er zu gehen. Yep.

Ich war, sage und staune, erst am 6. Tag im „thailändis­chen“ Meer.

Why? Just why??

…fragte ich mich auch.

Aber ich bin zu 3 sehr guten Grün­den gekom­men, warum es dazu kam…


Numero Uno: das Wass­er. (ach!)
So schön wie 30 grad warmes Wass­er auch klin­gen, bei ein­er genau­so war­men und feucht­en Tem­per­atur draußen, ist der einzige Unter­schied der nach­her beste­ht, nass(er) und salzig zu sein.

2. Ich und das Wass­er.
Im Meer baden ist, wie gesagt, eher ein gesellschaftlich­es Ding für mich. Außer ich tu was aktives.
Aber ein­fach rein und paar „Run­den drehen“, während ich ständig auf meine Sachen auf­passen muss, löst in mir jet­zt nicht grad den größten Drang aus rumzu­plantschen (außer ich sehne mich nach Abküh­lung).

3. Das Meer. Ja ich bin in Thai­land und an jed­er Ecke soll­ten sich die kitschi­gen türk­is­blauen Strände befind­en, aber nö… nicht üüüber­all.
Ist grund­sät­zlich ja kein Prob­lem. Was allerd­ings das Baden defin­i­tiv schwierig macht, ist die starke Strö­mung, die ich bish­er an fast jedem Strand erlebt habe (merke: es ist Regen­zeit).
Ist fürs Auge meist beein­druck­ender (und wie), als mit­ten­drin zu sein.

Sehr wahrschein­lich, dass erst die Kom­bi aus alles 3 Grün­den mich 5 Tage vom Baden „abge­hal­ten“ haben.

Aber Haupt­sache ich hab jeden Tag (just in case) meinen Biki­ni drunter an.
Zusam­men mit der schwülen Luft und der Regen­zeit ist das ohne­hin die beste Aus­rüs­tung.

Zum Rad fahren zum Beispiel.
Statt wie jed­er nor­maler Ein­heimis­ch­er oder Tourist ein Moped zu mieten, nehm´ ich mir das Rad vor.
Ich glaub ich hab in den 3 Tagen, die ich auf der Insel Ko Lan­ta ver­bracht habe, nur zwei andere Rad­fahrer gese­hen (ok ein­er war ein klein­er Thai­junge – der wahrschein­lich noch nicht fahren darf).

Warum ich mich (trotz großen Reiz) gegen ein Moped entsch­ieden hab?

Ich bin tat­säch­lich zu 3 sehr guten Grün­den gekom­men, warum es dazu kam …

Numero Uno!: der Verkehr.
Ja, Thai­land ist bekan­nt dafür ein­er der gefährlich­sten Straßen für Aut­o­fahrer zu sein. Die Thais fahren halt so wie der Verkehr es ger­ade zulässt.
Dazu kommt, dass Linksverkehr herrscht.
Dazu kommt, dass Regen­zeit ist, der Boden seeeehr frag­würdig ist und…

Kom­men wir zu Num­mer 2:
Im Falle, dass was passieren sollte, ist mir unklar was meine Ver­sicherung zurzeit alles abdeck­en würde bzw. was nicht – ins­beson­dere wenn ich eeeeigentlich ille­gal fahre (da kein inter­na­tionalen Führerschein). Das kön­nte in die Höhe schießen.
Wenn ich in Bali über Reis­felder mit meinem süßen pastel­grü­nen Scoot­er dahin­gleit­en würde, dann jo mai…scheiß drauf.

Aber naja…ich hab noch ein Grund Num­mer 3, der mich überzeugt hat …

3. Rad fahren!
Ist doch was cooles an sich. Außer­dem bin ich flex­i­bler jed­erzeit mal schnell ste­hen bleiben zu kön­nen, check­en wo ich bin (öfter als man denkt) und dabei die Natur und Umge­bung in einem angemessen­em Tem­po zu genießen.
Ich hat­te ja den ganzen Tag Zeit! Die muss ich irgend­wie nutzen, ehe ich schon vor Mit­tag am paradiesis­chen Strand mit Fotos von meinen Füßen machend, dahin döse.
Außer­dem das bissl kör­per­liche Aktiv­ität, tuts auch.

„bissl“.
Die Insel hat ihre schö­nen “Hügel rauf und runter” Anteile.. aber Gott sei dank war es an mein­er Insel­erkun­dungs­tour ein so richtig typ­is­ch­er Regen­tag in Thai­land. Sprich, es schüt­tete (schüt­tete!) für ca. 5–20 Minuten, Pause, und das ganze wieder­holte sich ein paar Mal.

Nö, die Leute schauen nicht komisch.
Allein, dass du Rad fährst ist komisch genug. Aber im Regen?

Ich habs genossen.

Bis auf eines …

Fahrräder sind Man­gel­ware auf der Insel und in dementsprechen­den Zustän­den befind­en sie sich auch.
Als ich endlich ein Fahrrad­ver­leih gefun­den hab, gab es über­raschen­der­weise viele tolle Moun­tain­bikes zur Auswahl.
Ich teste mich durch, denn jedes hat­te irgend ein nervi­gen Tick (meist eine nicht vorhan­dene Gangschal­tung oder all­ge­mein viel zu klein für meine Kör­per­größe).

Gut, nach einem viel zu langem Prozedere entschei­de ich mich für eins.

Ja, ein­mal dürft ihr rat­en … auch dieses hat­te ein „Prob­lem“.
Denn beim Bergauf­fahren funk­tion­ierte das Ped­al treten…sagen wirs mal so … nicht.

Ich musste tat­säch­lich bei jedem Hügel runter steigen und mein Fahrrad hochziehen. Das „zu viel Zeit“ wurde plöt­zlich „zu wenig Zeit“.

Long sto­ry short, ich wech­selte nach meinem Fahrradtrip mein Rad aus.

Per­fek­te Gangschal­tung, smoother Ride, ein­fach her­rlich.

Ja ihr dürft wieder rat­en ..

Wenn es nicht die Gangschal­tung ist .. so ist es irgen­dein andr­er Scheiß, wie zum Beispiel ein fet­ter Spi­ral­nagel der sich in meinem hin­teren Reifen hineinge­bohrt und einen kom­plet­ten Plat­ten verur­sacht hat.

War eh nur bere­its stock­dunkel und von Licht aufm Rad, geschweige Straßen­beleuch­tung muss ich wohl nichts sagen.

Wer hätte gedacht, dass ein luft­los­er Reifen, dass Rad fahren um das 30-fache anstren­gen­der macht.
Noch 10 Minuten zu meinem Air­con­di­tion-losen Bun­ga­low.

Und wer hätte gedacht, dass ich schlussendlich mehr für den Ver­leih eines Fahrrads, als für ein Moped hin­blechen muss.
Scheiß Nagel im Reifen, kostete mir 180 extra.

180 Baht natür­lich … etwa um die 5 Eur.

Rad fahren oder Moped, bei­de haben ihre Vor- und Nachteile, aber rück­blick­end hätt ichs genau­so gemacht.

Und es gibt sog­ar noch einen 4. Grund der FÜR Rad fahren auf Ko Lan­ta spricht.
Die Umwelt!
Und auch wenn nicht beab­sichtigt, so hab mit mein­er Raderei „Lan­ta goes green“ unter­stützt.

Abgase gibt es mehr als genug.

Genau­so wie Thai Mas­sagen.

Aber von denen kann man wenig­sten nicht genug bekom­men.



Hier sind 3 gute Gründe, warum …

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