ausziehen, anziehen — beides ist schwer

“The fur­ther you get away from your­self, the more chal­leng­ing it is. Not to be in your com­fort zone is great fun.” 

― Bene­dict Cum­ber­batch

wenn man das gefühl hat kaum fortschritte gemacht zu haben, dann fangt man an sich zu fra­gen… wie weit hab ich mich bere­its von mir selb­st ent­fer­nt? Immer wieder gibt es momente in welche man sich neu erfind­et oder sich anders hört, auch wenn diese unge­wohnt oder fake erscheinen, da muss man oft durch. doch wie leicht es auch ist, wieder in die eigene bekan­nte und gewohnte zone zurück­zukehren. 

die frage ist, traue ich mich, mich von mir selb­st zu ent­fer­nen? bekan­ntes loszu­lassen und neues an und in mir auszupro­bieren. welche angst auch dahin­ter steckt. die schmutzige klei­dung anzube­hal­ten, nur weil man angst hat diese vor allen auszuziehen und wom­öglich eine weile nackt da ste­ht bevor man seine neue find­et und anziehen kann, führt schlicht und ein­fach zu keinem fortschritt. ne schmutzige socke hab ich vielle­icht schon abgenom­men, aber viel mehr war da mit sicher­heit noch nicht nach 2 monat­en. 

Bene­dict hat recht, “the fur­ther you get away from your­self, the more chal­leng­ing it is”. aber wer weiß was man dort alles ent­deckt..

ich bin neugierig

Und manch­mal läuft eben alles ganz anders als zuvor gedacht. Die erwartete bla­m­age entupup­pte sich als großer erfolg. aus einem anderen blick­winkel betra­chet sehen dinge auch mal ganz anders aus als man sie selb­st mit­ten­drin wahrn­immt. tja, das amy wine­house pro­jekt ist somit mal been­det, das näch­ste ste­ht schon bevor.

Es ist erstaunlich wie stark jedes kör­perteil zum zit­tern fähig ist…

zum blamieren verurteilt

manchen din­gen im leben muss man sich ein­fach stellen, egal wie unan­genehm sie sein wer­den. und so erwartet mich mor­gen ein­er dieser sit­u­a­tio­nen wo man zur bla­m­age ver­dammt ist. ich weiß nicht was schlim­mer ist, uner­wartete pein­liche momente oder zu wis­sen wie sehr sie einem..ja..blamieren wer­den. mir fall­en keine anderen syn­onyme zu pein­lich und blamieren ein. äni­wäyy.. dieses stück das wir mor­gen vor­spie­len wer­den is so schlecht das es dem zuschauer sog­ar selb­st nur pein­lich sein wird entwed­er ver­wandt mit jeman­den auf der bühne zu sein, diese klasse zu unter­richt­en oder ein­fach nur gekom­men zu sein. die pein­lichkeit wird noch damit getoppt das wir alle in schwarzen leg­gings und tops rum­laufen und somit wie irgendwelche yoga tan­ten oder bal­let­tänz­er rüberkom­men, nur damit wir irgend­wie ein­heitlich ausse­hen.. das wird sowas von köstlich dieser anblick. nur blöd das ich mit­ten­drin bin.

das gute ist, ich weiß bere­its wie schlecht das ganze wird, somit kann mich keine reak­tion solch­er art über­raschen. 

vielle­icht fol­gen noch bilder.. aber nur vielle­icht

die angst

Im Schaus­pielun­ter­richt hat man neben Spaß vor allem eines oft: Angst.                                        

angst vorm blamieren, angst vor was denken die andern über mich, angst vor ver­sagen, angst vorm verurteilt wer­den und auch wenn es kein­er ausspricht, angst vorm ver­let­zlich und schwach sein, ein­fach die angst sich zu öff­nen und das risiko dabei einzuge­hen nicht (mehr) gemocht zu wer­den und als plöt­zlich jemand gese­hen zu wer­den den man aus guten grund nach außen hin nicht zeigt.

Schalen wer­den durch­brochen, das innere wird von anderen angeguckt und beurteilt und in genau diesen momenten wo man sich ein­fach nur nackt fühlt, tanzt man hand in hand mit sein­er angst, in der hoff­nung das sich diese immer mehr auflöst oder … das der moment ein­fach nur schnell vor­bei geht.

und wieder ist der 31.

Last minute scheint mich wohl im leben in ver­schieden­sten Sit­u­a­tio­nen zu begleit­en. nun sitz ich wieder da, am ende des monats und hab keinen blassen schim­mer wo ich denn die näch­sten 4 wochen unterkom­men soll. oh nein warte, so ganz blass auch nicht. eine woche bei der maya, die sel­ber wed­er bett noch matratze in ihrem neuen zim­mer hat, eine woche eventuell bei der isa, und dann weiß ich auch nim­mer weit­er..

ob ich nicht bescheuert bin denen abzusagen wo ich wom­öglich ab mon­tag hinziehen kön­nte frag ich mich auch, aber ich ver­spüre doch eine gewisse erle­ichterung. dafür darf ich jet­zt nach über 6 monat­en erneut in meine hochgeliebte www.wg-gesucht.de seite stöbern und leuten schreiben was für eine unkom­plizierte mit­be­wohner­in ich doch bin.

spätestens zu wei­h­nacht­en kann ich dann hof­fentlich meine offizielle wohnadresse preis geben und mich einiger­maßen ein­genis­tet haben. das es s o span­nend bleibt hätt ich nun wirk­lich nicht erwartet, aber ja.. mich liebt schein­bar das leben

atemdepression in der analgegend

Was man als Schaus­piel­stu­dent so für Auf­gaben bekommt? Bitte:

Aus 20 Seit­en ärztlichen Beipackzetteln einen kurzen non-sense Text zusam­men­stellen und diesen als eine Liebe­serk­lärung, ein Affären-Geständ­nis oder in Form eines Plä­doy­ers präsen­tieren:

Serumkrankheit-ähn­liche Durch­fälle über vorgeschädigter Schei­de ver­ber­gen in diesem Fall ein­geriebene Durch­drück­pack­un­gen. Unter ein­er Besiedelung anhal­tender Narkose im Rah­men chro­nis­ch­er Anwen­dungs­fehler ver­schlim­mern ins­beson­dere Gen­er­a­tion 50+ Wadenkrämpfe. Das erfordert bet­tlä­gri­gen Milch­pro­duk­ten zu mem­bra­nar­ti­gen Ibutropfen und sen­si­tiv­en Spätschä­den.

Sel­ten verord­nen schmerzstil­lende Zeck­en­bisse unz­er­kraut­en Teer­stuhl und reg­ulieren ätherische Atemde­pres­sion in der anal­ge­gend. Vergif­tungs­fälle, gerin­nung­shem­mende Durch­fälle, nachgewiesene Speise­fettsäuren, atyp­is­che Faltschachtel, chro­nis­che Stil­lzeit, schwär­zliche Peni­cilline, hochdosierte Pest, ….

Nach Beendi­gung elek­tis­ch­er Darm­be­we­gung deren bleiben­den­des Ver­falls­da­tum sofort heiße Nachtruhe ver­stärkt, erfol­gen spezielle Okklu­sivbe­din­gun­gen bis hin zu lebens­ge­fährlichen Anti­genge­mein­schaften. In Einzelfällen soll­ten örtliche Knötchen intra­venöse Krusten­bil­dung vorstellen und länger als 6 Wochen Blutkör­perchen beein­trächti­gen. So Ver­schlusskappe, trotz andauern­der Erre­gung und Trans­plan­tatab­stoßun­gen, beacht­en Sie bitte das Mag­ne­sium Salz.

Wie man sich das merken soll? 

keeeeine Ahnung.

ja.

ja. es ist mit großer sicher­heit KEIN gerücht das schaus­pielun­ter­richt die gren­zen nicht nur abtastet son­dern auch gern über­schre­it­et. wo son­st wird man von ein­er anderen per­son ins gesicht gespuckt, bekommt füße in den mund gesteckt, schweiß übers gesicht geschmiert (und muss das still über sich erge­hen lassen) und darf ähn­lich­es oder schlim­meres auch zurück machen. 

ja. es geht grindig und per­vers zu. um, man sagt, die eigene scham zu über­winden.

und ja. es gibt auch andere “übun­gen” und spielchen die (etwas) nor­maler ablaufen. aber wie gesagt, schaus­pielun­ter­richt ist im grunde genom­men ein zusam­men­tr­e­f­fen von men­schen (wie diese tick­en darauf wird jet­zt nicht einge­gan­gen) die dinge machen wo man sich selb­st nur fra­gen kann: ooooookeeeeee…….

ja.

man weiß das man schaus­piel studiert wenn man hausauf­gaben wie “bring eine schüs­sel in der dein gesicht rein passt mit”, bekommt. einen per­sön­lichen bedeu­tungsvollen gegen­stand mitzunehmen (sowas hab ich nun wirk­lich nicht gedacht in meine paar umzugs­gepäck­stücke einzu­pack­en) und diesen in ein­er per­for­mance zu präsen­tieren gibt mir ein weit­eres indiz dafür wie wohl die näch­sten monate ausse­hen wer­den. naja vor­erst mal über­legen was denn wohl mein lieblings­film, maler, schrift­steller, song und the­ater­stück ist. eine so leichte übung kann sich als sehr ner­ven­raubend her­ausstellen, mal abge­se­hen davon das ich vl 7 the­ater­stücke in meinem leben gese­hen hab wovon mir 3 in erin­nerung geblieben sind und ich keines davon ähm “liebe”. es bleibt span­nend. oder sowas ähn­lich­es.