warum tu ich das?

Eine inter­es­sante beobach­tung die man neben­her macht ist wie jed­er so eigentlich in dein­er klasse tickt. vor allem bei denen die man schon bess­er ken­nt. pri­vat und dann unter leuten sind bei vie­len zwei unter­schiedliche dinge. da man sich im schaus­pielun­ter­richt oft­mals in unan­genehme sit­u­a­tio­nen wiederfind­et, kann man eben­so oft beobacht­en wie jed­er ganz indi­vidu­ell mit diesen umge­ht. da kann man schnell einen ein­blick bekom­men wie selb­st­sich­er und authen­tisch wirk­lich eine per­son ist. bei diesem ganzen prozess lernt man recht viel über die unbe­wussten äng­ste ander­er und wie sie diese ver­suchen so weit wie möglich vor anderen und wom­öglich auch vor sich zu ver­steck­en. das ver­steck­en dient wsl ein­fach nur dazu die unan­genehme sit­u­a­tion möglichst angenehm zu machen und da hat jed­er so seine tak­tiken..

bei all diesem beobacht­en kommt man natür­lich nicht drum rum sich auch selb­st zu zu beobacht­en um bald darauf festzustellen das man sich auch ähn­liche tak­tiken angeeignet hat. dieser real­i­sa­tion fol­gend die einem leicht zuwider wird, weil man diese tak­tiken als äußerst bescheuert, nervig, und falsch sieht, strebt man eine andere art der angstau­seinan­der­set­zung. wie diese genau aussieht.. keine ahnung aber man muss sich wsl ein­fach in diesen momenten selb­st ertap­pen um dann auf eine für sich ehrliche umgangsart mit der angst zu stoßen und diese auszupro­bieren.

authen­tisch zu leben heißt in jedem moment und ins­beson­dere in diesen unan­genehmen sit­u­a­tio­nen in sich kurz hineinzuhorchen, fühlt sich das richtig für mich an? wäre ich stolz auf mich dies getan zu haben? aus welchen grund und motiv her­aus tue ich das? 

manch­mal, vielle­icht sog­ar sehr oft, tun wir nur dinge, sei es leute zu kom­ple­men­tieren, diesen schoko­riegel anzunehmen der dir ange­boten wurde, mit den arbeit­skol­le­gen und dem chef ins pub zu gehen, nuu­ur und auch nur weil du angst hast du kön­ntest den job ver­lieren, diese per­son würde dich dann nicht mehr mögen, oder weil du willst das dich eine bes­timmte per­son mag, oder son­st was von ihr möcht­est. men­schen tun das ständig ohne sich dessen bewusst zu sein, behaupte ich jet­zt mal so. Und in genau solchen momenten han­deln wir nicht aus dem herz, wie cheesy das auch klin­gen mag, aber so ist es eben. wie oft am tag han­deln wir aus grün­den die nicht mit uns übere­in­stim­men? das kön­nen große dinge sein wie der scheiß job oder die scheiß beziehung aber eben auch kleine alltägliche sit­u­a­tio­nen und deshalb soll­ten wir uns mehr b e o b a c h t e n um dann wenn nötig eine beab­sichtigte hand­lung so auszuricht­en das sie auch wirk­lich für uns passt. mag für manche sehr ego­is­tisch rüber kom­men. dann sei es so. 

wenig­stens haben die men­schen kaum die möglichkeit auch nur irgend­was in ihrem leben zu bereuen — geht ein­fach nicht wenn man immer das tut was man selb­st tief drin­nen für richtig hält.

bin ich ne ratte?

ok. für diejeni­gen die es noch nicht wis­sen.. eine schaus­pielaus­bil­dung ist ein prozess des sich­selb­st­besserken­nen­ler­nens. ange­blich. Dies geschieht vor allem dadurch das man sich über die eigene Selb­st- und Fremd­wahrnehmung bewusst wird.

Fremd­wahrnehmung jaja.. da kön­nt ich jet­zt nen ganzen auf­satz schreiben, aber ich belass es jet­zt mal bei der rat­te.

Wieso rat­te? tja.. let­ztens wurde jeden von uns für unser näch­stes pro­jekt ein tier, welch­es zu uns passt, zuge­ord­net und… nein ich sag jet­zt nicht dreimal dürft ihr rat­en, aber ja ich bekam die rat­te.

Die Behaup­tung das die rat­te schlau und so n scheiß ist, ist mir da jet­zt kom­plett socke und ich erk­lär auch gle­ich warum:  Wolf, Bär, Tiger, Luchs, Löwe, Adler, Goril­la, Schwan, Eule, Papagei, Schlange, Flamin­go, Kolib­ri, Eich­hörnchen, Pfau, …………………Rat­te

???

was soll das denn? also erstens sor­ry, aber da tanzt die rat­te ganz schön aus der rei­he und zweit­ens wieso bin ICH die rat­te?? wed­er ihr anblick, noch ihre automa­tis­che assozi­a­tion mit ekel, kanal­i­sa­tion und pest hin­dern einen darin auch nur irgend­was pos­i­tives an diesem tier zu sehen (und kommt mir ja nicht wieder mit der intel­li­genz).

das ganze wär ja noch irgend­wo ein­se­hbar, wenn anstelle des Adlers, Pfaus oder Schwans eine ähn­liche krea­tur mit in die runde gekom­men wäre. ein hirschkäfer zum beispiel. eine spinne hättes auch getan, aber nei­inn.

wer hätte das gedacht. eine mein­er ersten rollen über dessen eigen­heit­en und charak­ter­is­tiken ich nun recher­chieren darf ist ein tier. und oben­drein ein äußerst … (siehe oben).