verbindung konnte nicht hergestellt werden

was machst du wenn du zu hause bist und weder arbeiten, noch sonstigen alltäglichen pflichten nachgehen musst? ich seh jetzt ausnahmsweise kochen, essen, duschen, klo, und so n zeugs auch als pflicht.

wie war das?

ach ja..

du surfst.

dieses internet hat sich wirklich schon zu einem ernstzunehmenden bedürfnis hinentwickelt. wenn du es nicht hast, fühlst du dich von der welt abgeschnitten; irgendwie unvollständig; du weißt plötzlich nicht mehr was du denn tun sollst; du hast die ganze zeit diese innere unruhe, weil du das gefühl hast du verpasst was und obendrauf musst dir jetzt auch noch ne andere beschäftigung suchen….; und es kann tatsächlich so weit kommen das du dich fragst…

„wer bin ich denn eigentlich?“

oder anders gesagt: „Wer sind wir ohne das internet?“

eine internet-freie diät is quasi schon ne meditation. du musst dich nämlich mit dir selbst beschäftigen. oder zumindest ein stückchen näher mit dir, deinen gedanken und gefühlen. du kapselst dich von der welt ab (oder zumindest gibt es dir das gefühl), was dir widerum das gefühl des alleinseins gibt – und wer weiß was darauffolgend noch alles für gefühle hochkommen..  (merke: ich beziehe mich hier nur darauf wenn man zu hause ist und nicht groß unter leuten und inmitten von aktivitäten die dich von deinem internetlosen leben ablenken könnten).

probier es mal aus. du wirst sehen wie nackt du dich ohne fühlst.

und wie gut es einem in wirklichkeit tut.

plötzlich hast du soviel zeit. du fühlst dich lebendiger. (langsam wird mir hier etwas zuviel gefühlt..) naja und sehr oft fängst du dann an, irgendetwas zu tun, nur damit du halt etwas tust. man kommt auf die kuriosesten ideen wie, den wasserkocher entkalken, die blumen gießen, die eltern anrufen, die viel zu langen vorhänge endlich kürzen, ….

das internet birgt leider die große gefahr der ablenkung (wuhuu DIE news des tages!).

na aber ernst jetzt. das is mittlerweile zu einem echt großen problem geworden und das schlimme daran is…wir merken es oft gar nicht. es ist schon so präsent und teil unsres Lebens geworden das wir gar nicht darüber nachdenken ob es uns nun 3 stunden schlaf raubt, das buch das wir schon lange lesen wollten vorenthält, das zimmer das geputzt werden sollte beiseite schiebt, ein spontanes treffen mit leuten als langweilig erscheinen lässt, das 30 minuten workout wieder auf morgen verlegt, ein bild zu malen als vergeudete zeit sieht, oder ein ellen youtube video einen blogeintrag vorzieht.

das internet is halt die bequemste form der beschäftigung. einfach hinsetzen, irgendwas tippen, klicken und fertig. jetzt brauch ich nicht mehr überlegen was ich denn eigentlich TUN könnte, oder eigentlich tun sollte.. das internet bietet dem menschen bereits auf so vielen ebenen stimulation, das er oft nichts andres braucht als essen, ein dach und internet.

beruhend auf den 6 bedürfnissen des menschen (nach anthony robbins), bekommt der mensch im internet jede menge davon gestillt. zum einen ist da die immense abwechslung – jeden tag, jede stunde gibt es neues zu entdecken. es gibt dir aber auch sicherheit. du weißt das du dich dort serie after serie zurückziehen kannst und du weißt welche online zeitschriften, und sonstigen webs zu deiner täglichen „check“-routine gehören und dir somit in ihrem geregelten ablauf ein kleines stück mehr sicherheit und geborgenheit schenken. ich glaub ich brauch auch nicht sonderlich zu erwähnen, dass das internet bzw. spezielle plattformen für viele DIE anlaufstelle für ihr anerkennungsdefizit sind. kommen wir nun zum bedürfnis der liebe und verbindung. wieviel wir durch das internet davon übertragen bekommen, ist uns tatsächlich oft gar nicht bewusst. das is ja eigentlich auch das wunderbare am internet. es gibt uns nicht nur das gefühl mit anderen in verbindung zu sein – sondern wir sind es ja auch tatsächlich in gewisser weise. und das reicht uns angeblich heutzutage oftmals aus. wir benötigen scheinbar wirklich  nicht mehr so viele „echte“ begegnungen, da diese virtuelle welt bereits einen gewissen anteil dieses bedürfnisses stillt. kein wunder das uns die generation x in diesem aspekt kein bisschen beneidet..

ja und damit wären dann die basic humand needs gedeckt. befürnisse 5 und 6 sind dann quasi die spitze der pyramide und da spielt das internet in unserer heutigen gesellschaft eine außnahmslos spitzenmäßige rolle. „perönliches wachstum“ und „einen betrag liefern“. was uns das internet nicht alles für möglichkeiten bietet um uns persönlich weiterzuentwickeln und unsere leidenschaften und arbeiten mit anderen zu teilen… schon ne ziemlich coole sache … und mal was positives.

na quatsch, jedes einzelne bedürfnis kann man natürlich wunderbar positiv nutzen, aber die gefahr is eben groß es zu missbrauchen und mit dem „echten leben“ da draußn – bedürfnis für bedürfnis – auszutauschen.

deshalb …

ob ihr wirklich richtig lebt, seht ihr wenn das wlan ned geht.

und ich muss das jetzt leider testen. mein wifi zu hause is zurzeit nicht funktionsfähig bzw. der router kaputt.. das wird jetzt leider für 3-4 tage auch so bleiben…so recht glücklich macht das ja einen nicht, wenn ich ehrlich bin.

vor allem dann nicht wenn sonntag is, es draußen regnet und 10 grad hat. ich hör jetzt am besten hier auf, sonst fang ich noch an übers wetter zu reden. und ich hab weitaus bessere dinge zu tun.

zb ins cafe zu gehen

mit wlan

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *