ich lieb mich, ich lieb mich nicht, …

… ich lieb mich, ich …

… lieb mich nicht.

So oft suchen wir nach einer Antwort, nach Anerkennung oder einer Bestätigung im Außen und lassen jemanden oder eine Situation darüber entscheiden, ob wir liebenswürdig sind oder nicht.

Und das ist auch normal…als Baby und Kind haben wir dieses Feedback gebraucht um überhaupt zu einem funktionierenden Menschen zu werden.

Fehlte es uns in der Kindheit an ausreichend Liebe, sei es in Form von Anerkennung oder Aufmerksamkeit, so versuchen wir im Erwachsenenalter diesen Mangel auszugleichen.

Wir versuchen diese „Leere“ zu füllen und dies leider oft auf ungesundem Wege.

Die gute Nachricht? Du bist nicht allein.

Die meisten von uns haben in ihrer Kindheit von irgendetwas zu wenig bekommen, ein Erlebnis negativ abgespeichert oder eine Erfahrung gemacht, die sie täglich in ihren Entscheidungen beeinträchtigt.

Wir denken, dass irgendwas falsch an uns ist, wir nicht gut genug sind und wir, in welcher Weise auch immer, schlechter als so manch andere sind.
Und wir wissen oftmals nicht einmal genau warum.

Das Resultat?

Wir fangen an, anderen oder uns selbst die Schuld für unser Leiden zu geben.

Schuldzuweisungen legen unseren Fokus auf die Vergangenheit.

Bringt genau was?

Richtig.

Nichts.

Außer das sich Emotionen ansammeln, die sich alles andere als gut anfühlen.

Sei dir eines bewusst: Du trägst keine Schuld.

Aber …

Du (und nur du) trägst die Verantwortung.

Die Verantwortung für oder eben gegen dein Leben.

Denn solange du an deinen Problemen nagst, und (wenn auch nur unbewusst) deinen Eltern, einen Gott oder Universum, oder deinem Leben an sich die Schuld für dein Versagen im Leben gibst, wird sich nichts ändern.

Deine Erzieher waren und sind nicht perfekt, niemand ist das und als Kind können wir Dinge ohnehin sehr schnell falsch interpretieren, obwohl es unsere Eltern oder Lehrer damals alles andere als böse gemeint haben.

Die Dinge sind nun mal wie sie sind. Wie Scheiße sie auch gerade aussehen.

Das ist eine unangenehme Wahrheit der man ins Gesicht sehen muss – wenn man denn für eine Veränderung im Leben bereit ist.

Du kannst dich natürlich auch weiterhin anlügen…
Verleugnen, verdrängen und all diese schönen „Coping-Mechanismen“ die wir täglich „anziehen“, sind unser täglich Brot geworden – speziell dann wenn wieder ein innerer oder äußerer Konflikt auftritt.

So wie wir uns jeden Montag sagen, „ach ich fang doch erst Morgen an Sport zu machen!”, so schieben wir unsere Emotionen auch immer wieder von uns Weg. „Mit meiner Traurigkeit oder Frustration beschäftige ich mich jetzt sicher nicht!”

[…eine Packung Schokokekse und 4 Erdnussbutterbrote mit Marmelade später…]

Verantwortung für die eigene Zufriedenheit und für das eigene Wohlbefinden zu nehmen klingt eigentlich nach einer Selbstverständlichkeit.

Bis man drauf kommt, dass man sich dieser in Wahrheit sehr oft entzieht.

Anfangs muss man sich noch täglich daran erinnern, doch je öfter man sich bewusst in dem Moment entscheidet, anders zu denken und zu fühlen, handeln wir immer mehr aus unserer Selbstverantwortung heraus.

Wir brauchen kein Gänseblümchen mehr, dass uns sagt ob die Welt uns liebt.

Verantwortung nehmen bedeutet, ich gebe mir selbst die Antwort.

Ich gebe mir selbst Anerkennung und Liebe. Ich entscheide mich FÜR mein Leben und lege meinen Fokus auf meine Möglichkeiten in der Zukunft, anstatt meiner “Fehler” in der Vergangenheit.

Klingt jetzt vielleicht alles etwas cheesy, aber glaubt mir …

… dass Gefühl das Leben selbst in der Hand zu haben, ist besser als jede Tafel Schokolade, Zigarette oder neues Paar Schuh.



Außer Croissant.

Ein Croissant geht immer.

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