Fasting, life´s struggles, Selbstverantwortung & Motivation

Unser täglich Leben.

Manche Dinge im Leben werden nicht einfacher.

Sie „suck­en“ genau­so wie beim ersten Mal und manch­mal sog­ar mehr.
Nimm Fas­ten zum Beispiel.
Ein Tag fas­ten kann oft schwieriger sein (men­tal) als ganze 3 Tage. Bei 3 Tagen oder länger steckt wirk­lich ein Com­mit­ment dahin­ter. Denn sowas machst du nicht alle Tage und vor allem nicht irgend­wann. Ein Tag hinge­gen ist sehr flex­i­bel.
Und da liegt die Her­aus­forderung. An diesen einen Tag wollen dir min­destens 10 Mal Stim­men im Kopf einre­den, dass es ok ist, doch erst mor­gen den Fas­tentag einzule­gen.
Es sind zugegeben dur­chaus plau­si­ble Gründe dabei. Aber dann wiederum auch ein­fach nur bescheuerte Ausre­den. Ausre­den damit ich ein­fach essen kann, Punkt. Nix da, mor­gen ist ein besser­er Tag weil mehr Ruhe oder mehr beschäftigt.
Diese Ausre­den ken­nen wir alle nur zu gut.

Beim Früh auf­ste­hen zum Beispiel.
Der Moment wenn der Weck­er klin­gelt, es draußen noch dunkel und oben­drein kalt ist, darf fair­er Weise als ein­er der zach­sten Momente des gesamten Tages beze­ich­net wer­den. Jed­er weiß wie sich dieser anfühlt. Bei vie­len wieder­holt sich dieser Moment eine halbe Stunde lang. Alle 5–10 Minuten erleb­st du diesen kurzen Moment des größten Lei­dens des Tages, noch ein­mal und noch ein­mal. Und das frei­willig!! Diese Snooze Erfind­ung ist wirk­lich ein Segen und Fluch zugle­ich.
Stellt sich die Frage:

Warum fügen wir uns noch mehr Leiden zu, als wir ohnehin schon ertragen müssen?

Wir glauben tat­säch­lich, dass wir durch dieses Snoozen unser Leid beseit­i­gen (das Auf­ste­hen müssen), während wir in Wahrheit nur ein zusät­zlich­es Leid kreieren.
Ich muss schon sagen, wir Men­schen glauben oft wirk­lich nur das, was direkt vor uns liegt. Nicht nur glauben. Wir wollen das, was direkt vor uns liegt. Wir wollen eben jet­zt noch 10 Minuten schlafen, dafür ertra­gen wir den qualvollen Moment der uns in ein paar Minuten wieder bevorste­ht. Eben nochmal.

Es ist der ewige Kampf zwis­chen das, was unser Kör­p­er (und unser süßes kleines altes Rep­tilien-Hirn) will und das, was wir eigentlich tun wollen bzw. soll­ten — wenn wir denn aus unserem Leben etwas sin­nvolles machen wollen.
Die Frage ist: Wie gewin­nt man einen Kampf?

Nehmen wir ein Zweikampf als Beispiel. Wenn dein Geg­n­er groß und stark ist, musst du auf andere Qual­itäten zurück­kom­men um zu gewin­nen. Du musst in aus­trick­sen. Du musst flink sein, um seine Schläge zu entkom­men und du musst ihn auf irgen­deine Art und Weise kon­tinuier­lich schwächen. Sehen wir uns dies nun all­t­agstauglich­er an.

Wie gewinne ich einen Kampf mit mir?

1. Du musst dich austricksen.

Ja manch­mal müssen wir uns eben selb­st aus­trick­sen, anders kom­men wir nicht drum­rum.
Nehmen wir wieder das Beispiel „Früh auf­ste­hen“. Wenn du weißt, dass du diesen Geg­n­er nicht besiegen kannst, dann lege dein Handy in ein anderes Zim­mer, sodass du auf­ste­hen und sog­ar mehrere Schritte gehen musst, um dieses nervige Geräusch das dir deinen Schlaf raubt auszuschal­ten. Apro­pos nervig: Am besten du ver­wen­d­est ein Klin­gel­ton, der nicht nur deine Ohren, son­dern deine Seele jede Sekunde mehr zer­frisst. Kein­er würde jet­zt noch liegen bleiben wollen.

2. Du musst flink handeln.

Wenn du vorhat­test eine Runde laufen zu gehen oder eben aufzuste­hen sobald der Weck­er läutet, darf­st du ganz beson­ders eines nicht: Warten.
Wenn du wartest und alles dop­pelt und dreifach über­denkst, bekommst du die Watschen vom Geg­n­er voll ins Gesicht.

Wenn du anfängst zu über­legen, ob du nun Lust hast aufzuste­hen oder ins Fit­ness­cen­ter zu gehen, hast du schon fast ver­loren. Daher: Sei flink mit deinem Han­deln. Überliste deinen Geg­n­er, indem du han­delst bevor er zuschla­gen kann.

3. Du musst deinen Gegner kontinuierlich schwächen.

Jedes mal wenn du ihn aus­get­rickst und dank deines schnellen Han­delns von der Seite oder von hin­ten über­rascht, hast du die Möglichkeit sel­ber zuzuschla­gen und ihn mehr und mehr zu schwächen.

Jedes Mal, wenn dein Weck­er läutet und du sofort auf­stehst (und bleib­st!) machst du deinen Geg­n­er schwäch­er. Jedes Mal wenn du es schaffst die Stimme in der Früh zu ignori­eren und du dein Lei­den in dem kurzen Moment überkommst, machst du ihn schwäch­er — bis er sich kaum noch rühren kann.

Das Beste ist: Jedes Mal wenn du ihn schwächst, hast du auch gle­ichzeit­ig gewon­nen. Denn dieser Kampf wird nie ein Ende nehmen. Deine Auf­gabe ist es lediglich deine Geg­n­er im Leben aka Ausre­den immer mehr zu schwächen, während du jedes Mal an Stärke gewinnst.


Kämpfen ist anstren­gend, ja.
Aber so ist Sport und Train­ing.
Im Grunde genom­men zahlst du jet­zt einen Preis, um danach das 10fache daraus zu bekom­men. Die Frage ist nur:

Was und wie viel bist du bere­it zu zahlen?


Also … lasst du dir mor­gen Früh wieder eine in die Fresse hauen?


Dachte ich mir 😉

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